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Wissen

Was ist noch gut zu wissen?

Hier erhalten Sie nützliche Informationen und Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit Ihrem Übersetzungsauftrag oder dem weiteren Ablauf. Manches betrifft einfach landesspezifische Besonderheiten, die sich im Rechts- und Verwaltungssystem verankert haben.

Wählen Sie aus den folgenden Themengebieten:

Wissen

Dolmetschen

Simultandolmetschen

Beim Simultandolmetschen überträgt der Dolmetscher die gesprochene Sprache während der Sprecher redet. Es ist sinnvoll, wenn die Mehrheit der Beteiligten sich auf Deutsch oder auf Italienisch verständigt. Oder wenn eine Sprache vorgegeben ist, wie z.B. bei Gerichtsverfahren.

Das Begleit- und Flüsterdolmetschen ähnelt dem Simultandolmetschen und ist bspw. bei Firmenbesuchen von ausländischen Geschäftspartnern gut einsetzbar.

Konsekutivdolmetschen

Beim Konsekutivdolmetschen wird das gesprochene Wort nachfolgend, und zwar während der Redepausen des Sprechers verdolmetscht. Es wird auch Verhandlungsdolmetschen genannt, weil in kürzeren Abständen und in der Regel für einen kleineren Kreis gedolmetscht wird. Und weil es gerade bei Verhandlungen oder Stellungnahmen auf die exakte Formulierung der Aussagen ankommt.

Dolmetschen auf Distanz

Beim Dolmetschen auf Distanz wird per Telefon oder per Videokonferenz eine Verbindung zwischen Gesprächspartnern und Dolmetscher hergestellt. Dies eignet sich bei größerer Entfernung und kürzeren Gesprächen, die problemlos auch über ein Telefonat oder als Konferenzschaltung durchführbar sind. Es ist die kostengünstigste Variante.
Bitte überlegen Sie sich vorab dennoch, ob Sie wirklich auf den direkten Kontakt verzichten können oder wollen.

Warum den sizilianischen Dialekt ins Deutsche verdolmetschen?

Sizilianisch war mein erster Bezug zur italienischen Sprache, denn so sprach ich innerhalb der Familie. Ich erinnere mich an die Stresssituationen, in denen ich als Kind, außerhalb des familiären Kreises, nicht in dem vertrauten Dialekt, sondern auf Hochitalienisch sprechen sollte. Meine Ausdrucksweise war entsprechend gestelzt und (wort)karg.

Noch heute begegnen mir Situationen mit Italienern, die sich auch im Ausland gar nicht erst von ihrem Dialekt gelöst haben und die deutsche Sprache nur rudimentär gelernt haben. Italienisch hören sie in den Medien oder wenden es bei Behördengängen an. Dies führt dazu, dass dialektsprechende Personen das Standard-Italienisch in ihrer alltäglichen Lebenswelt oft wenig nutzen, im Ausland noch weniger. Gerade bei persönlichen Angelegenheiten drücken sie sich in ihrem Dialekt freier und deutlicher aus.

Recht & Behörden

Wieso führen italienische Ehefrauen nicht den Nachnamen Ihres Ehemannes?

Herr Rossi und Frau Verde kommen zum Scheidungsverfahren ins Gericht. Wie kann das sein?
Zwar haben Ehepaare mittlerweile auch in Deutschland die Möglichkeit, ihre vorherigen Nachnamen zu behalten, aber weswegen beharren manche italienische Frauen so auf die Verwendung ihres Geburtsnamens?

Nach italienischem Recht führen beide Eheleute Ihren Geburtsnamen fort. Dies ist seit einer Familienrechtsreform im Jahr 1975 so. Den Nachnamen des Ehemannes soll die Ehefrau ihrem Geburtsnamen hinzufügen. Unsere Signora Verde heißt also offiziell Signora Verde Rossi. Verpflichtend war es längere Zeit vorher nicht, den Nachnamen des Ehemannes hinzuzufügen. So kommt es, dass manche Signora Verde Rossi (vielleicht eher jüngere) sich nur mit ihrem Geburtsnamen vorstellen (Signora Verde), andere jedoch mit dem ihres Ehemannes (Signora Rossi). Vielleicht eher die älteren Signore, die es gerade in Deutschland einfacher hatten, wenn sie einfach den Nachnamen ihres Ehemannes verwendeten.

Seit 1997 ist aber offiziell bestätigt, dass für die Identifikation der verheirateten Frau ausschließlich ihr Geburtsname gilt. Dieser steht auch in den Ausweisdokumenten! Der Nachname des Ehemannes darf fakultativ in den Reisepass eingetragen werden. Letztlich bedeutet all dies, dass Italienerinnen, jedenfalls bei allen offiziellen Angelegenheiten in Italien, nur mit dem eigenen Nachnamen unterschreiben.

Urkundenübersetzungen

Wann muss ich mit meiner Übersetzung zum Konsulat?

Übersetzungen vom Deutschen ins Italienische, die Behörden in Italien vorgelegt werden sollen, müssen vom zuständigen Italienischen Generalkonsulat legalisiert werden. Das bedeutet, dass das Konsulat die legalizzazione della firma del traduttore (Legalisierung der Unterschrift des jeweiligen Übersetzers) vornimmt. Übersetzungen von dazu autorisierten Übersetzern, die im Konsulat ihre Unterschrift hinterlegt haben, werden legalisiert, damit sie auch in Italien entsprechend anerkannt werden. Wer in Deutschland beglaubigte Übersetzungen anfertigen darf, wird von deutschen Gerichten dazu ermächtigt und ist den italienischen Behörden in der Regel nicht bekannt.

Meine Unterschrift ist beim Italienischen Generalkonsulat in Köln hinterlegt. Daher übernehme ich Übersetzungen für amtliche Stellen in Italien. Hierfür ist es absolut notwendig, dass Ihre Übersetzung an das Original oder an eine beglaubigte Kopie angehängt wird.

Mehr erfahren beim Podcast für Familienrecht:

Copyright © 2021 Annalisa Riggio

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